Aufgabe der Kirche in den besetzten Landen

 

Kaum eine Kirche ist dieser Tage so sehr gefordert in tobrischen Landen wie jene des Herrn Boron. Wenn die Zahl der Untoten Legion ist, aufrechte Seelen - herausgerissen aus ihren Leibern - nicht Geborgenheit finden in den Hallen Borons, gefesselt und gestraft für nie begangene Schuld in steter Rastlosigkeit zu wandeln verdammt sind, können die Diener des stummen Herrn nicht tatenlos bleiben.

In diesen Landen, wo selbst eifrige Diener Borons das Sterben fürchten, da es nicht immer in den Tod führt, sind es drei Aufgaben, welche die Boron-Kirche vorrangig wahrzunehmen hat:

Im Vordergrund steht die Verhinderung nekromanthischer Umtriebe, was in erster Linie bedeutet, Nekromanthen und Conjuratioren zu verifizieren und - so möglich - zu eliminieren. Ebenso heißt dies, nekromanth-potente Lokationen Kraft göttlichen Wirkens dem Einfluß finsterer Mächte zu entziehen.

Von nicht geringerem Stellenwert ist die Seelenrettung Verstorbener, namentlich die Bergung von Leichnamen, um sie borongefällig durch das Feuer zu bestatten, der Exorzismus widernatürlich gebundener Seelen und Geisterscheinungen und die Einsegnung der durch die unzähligen Schlachten hinterlassenen Gebeinfelder.

Und nicht zuletzt obliegt es der Kirche auch, Linderung zu bringen den verwundeten Seelen, die still Ihr Leid herausschreien, und die ruhende Gnade Borons jenen zu bringen, die allein nicht tragen können die Last der peinigenden Bilder jener unbeschreiblichen Greuel, die geschehen sind und noch immer geschehen.

 I. Wölbern