Konzilsarbeit

 

Als das Konzil ins Leben gerufen wurde, war ungewiß, wie sich die gemeinsame Arbeit gestaltet würde und in welche Steine aus dem gemeinsamen Weg würden zu räumen sein. Somit war ureinst dem Legaten die Aufgabe übertragen worden, die Stellung der Boron-Kirche innerhalb des Pantheons zu untermauern und für eine gleichmäßige Einflußnahme der Mitgleider zu sorgen. Selbiges wurde erwartet in Hinblick auf die al'anfanische Boron-Kirche, die anfangs ebenfalls einen Vertreter entsandte.

Aus dieser anfangs rein repräsentativen Aufgabe heraus begann Seine Gnaden Schedrah die Forderungen zu postulieren, welche die Boron-Kirche an das Konzil stellte und diese mit den Wünschen und Notwendigkeiten der anderen elf Kirchen abzugleichen. Der Zwist mit dem al'anfanischen Ritus wurde angesichts der finsteren Schatten sogleich hintangestellt.

Der Wunsch des Legaten ist es, die Eigenheiten aller Kirchen individuell zu betrachten und die erwachsenden Aufgaben die sich aus einer jeglichen Gottheit ergeben, zu einem gemeinsame Sieg gegen die Horden der Finsternis zu einen. Dabei soll jeder Kirche erlaubt sein, das eigene vordringliche Ziel in besonderem Maße zu verfolgen, dies jedoch in der Pflicht, die Vorzüge, das Wissen und die Fertigkeiten der anderen Kirchen zum eigenen Vorteil zu nutzen.

In diesem Sinne sei die Kirche des Praios die ordnende Hand, jene der Hesinde der Erfahrungsschatz und das Wissen, die Kirche des Phex der unscheinbare Weg zum Ziel und die Kirche Borons die Ruhe zwischen den Zeiten des Kampfes. Eine jede Kirche trage ihren Teil zum Gelingen bei.

Ein besonderes persönliches Anliegen jedoch ist dem Legaten, daß Konzilianten wie Potentaten bedacht sind, daß sie nur Entscheidungen treffen im Sinne der Zwölfe, die Arbeit und der Kampf jedoch von den unzähligen Gläubigen geleistet respektive gefochten wird, die jeden Tag ihr Leben und - was ungleich schwerer wiegt - ihr Seelenheil riskieren, um die Zwölfgöttliche Ordnung zu verteidigen!

 I. Wölbern